Samstag, 23. September 2017

Herbstschmankerl aus dem (Vor-)Alpenland: Kässpätzle (aus Dinkelmehl und Quark)




Ich liebe, liebe, liebe Kässpätzle! Könnte ich eigentlich immer essen und toppt die ollen Nudeln mit Tomatensoße um ein Vielfaches. Und dauert nun auch nicht viel länger, als eben genanntes Gericht. :-) 

Viele Jahre mache ich die Spätzle nun schon und inzwischen habe ich "mein" Rezept gefunden, mit dem ich am besten fahre, was die Konsistenz, den Geschmack und eben all das betrifft, was bei mir unter "gscheite Spätzle mit schön ziehendem Käse" fällt. Und genau dieses Rezept habe ich heute für euch dabei.

Für 2 Portionen.


Zutaten:

150g Dinkelmehl
150g Magerquark
2 Eier
1 Prise Salz

1 TL Fett, z.B. Öl oder Pflanzencreme oder Butter
1-2 Handvoll geriebener Emmentaler (oder Bergkäse)
1 Schuss Sahne
Salz und Pfeffer

Röstzwiebel nach Belieben


Zubereitung:

Das Dinkelmehl in eine Schüssel geben. Magerquark, Eier und die Prise Salz zugeben und mit einem Holz-Rührlöffel zu einem zähen Teig verarbeiten. 


Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Wenn es kocht, etwas Salz zugeben und die Hitze reduzieren.

Nun je einen großen Schöpfer Teig auf die Spätzlereibe geben und den Teig durch drücken / streichen. Die Spätzle aufkochen lassen und dann im siedenden Wasser etwa 2-3min köcheln. Den Topf von der Kochstelle nehmen und die Spätzle mit einem Schaumlöffel in ein Nudelsieb geben.

So weiter verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.

Wenn die Spätzle gekocht sind, das Nudelwasser über diesen ausgießen.


In einem Topf oder einer Pfanne das Fett erhitzen und die Spätzle in den Topf / die Pfanne geben. Kurz anbraten, dann den Käse darüber streuen und einen Schuss Sahne zugeben. Alles mit einem großen Kochlöffel immer wieder durchmischen, bis der Käse schöne Fäden zieht.

Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Und schon sind die Spätzle fertig! :-) Nun kann man noch Röstzwiebeln on top geben - ein Pott grüner Salat passt auch wunderbar dazu.

An Guad'n und lasst's euch schmecken! :-)

Sonntag, 10. September 2017

Blogging Friends: Vorankündigung für Herbstschmankerl aus dem (Vor-)Alpenland


Die Tage werden wieder kürzer, es wird kühler und so nach und nach kommt wieder die Zeit, in der sich die Blätter bunt färben und der Herbst Einzug hält.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Herbst nicht meine liebste kulinarische Jahreszeit ist. So gerne ich Salat in sämtlichen Variationen esse und die kalte Küche mit Snacks & Sandwiches mag, so sehr liebe ich die deftigeren Gerichte im Herbst. 

Meine Liebe zu den Alpen ist inzwischen mehr als bekannt und auch die greifbare Nähe dorthin lässt meine Lieblingsgerichte immer einen Hauch von Bergen dabei haben. 

Und da eine meiner liebsten Bloggerinnen - Barbara von Fischers Fritzen - praktischerweise umgeben von den wunderschönen Berggipfeln ihr Zuhause hat, haben wir uns dazu entschlossen, euch gemeinsam unsere liebsten Herbstschmankerl aus dem (Vor-)Alpenland zu zeigen. Natürlich immer mit einer persönlichen Note. 

Ab dem 22.09. stellen wir euch über den Herbst hinweg unsere Lieblinge der Küche vor. 

Wir würden uns freuen, wenn ihr bei uns vorbei schaut. :-)

Dienstag, 5. September 2017

Sündhafte Seelenschmeichelei: der Mohn-Hefezopf (mit Dinkelmehl)





Traditionell starten wir unser neues "Arbeitsjahr" immer mit einem Teamtag und somit auch mit einem gemeinsamen Frühstück, während die ersten organisatorischen Dinge besprochen werden. In den letzten Jahren habe ich immer einen klassischen Hefezopf gebacken, doch dieses Jahr kam mir relativ spontan der Mohn-Hefezopf in den Sinn. Ich bin quasi ganz vernarrt in Plundergebäck mit Mohn, sei es nun eine Mohnschnecke, diese Teilchen mit Quark, Mohn und Kirschkompott... 

Gesagt, getan. Eine Kollegin hat mir ein besonders liebes Kompliment gemacht: "Evi, dein Mohnzopf war gigantisch! Ich liebe Mohnzeug und esse bei den Teilchen vom Bäcker immer außenrum, dass das Weiche, Leckere zum Schluss bleibt und bei dir war der ganze Zopf so, mmmmh!". Das freut einen dann besonders. :-) 



Für 2 große Mohn-Hefezöpfe.


Zutaten für den Teig:

500g Dinkelmehl
1 gute Prise Salz
50g Zucker
250ml Milch (ich habe Mandelmilch verwendet)
80g Margarine
2 Eier
etwas Zitronenaroma
1 Würfel Hefe


Zutaten für die Mohnfüllung:

2 Päckchen Mohn-Back (à 250g)
100g Aprikosenmarmelade


Zutaten zum Bestreichen / für den Guss:

1 Eigelb + 2 EL Wasser
100g Puderzucker + etwas Wasser


Zubereitung:

Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe hinein bröckeln und unter Rühren auflösen.

Das Dinkelmehl in eine Schüssel sieben. Salz, Zucker, Margarine und Eier zugeben. Die Hefemilch zugießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts (oder einer Küchenmaschine) etwa 5-10min gut durchkneten, bis ein recht klebriger Teig entsteht, der sich vom Schüsselboden löst.

Den Teig mit etwas Mehl bestäuben und an einem warmen Ort mindestens eine Stunde ruhen lassen, bis er sein Volumen gut verdoppelt hat. 

In der Zwischenzeit die Mohn-Backmischung und die Aprikosenmarmelade miteinander verrühren.

Den Teig nun noch einmal auf einer (gut!) bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und diese anschließend noch einmal mit Mehl bestäuben. Den Teig in zwei gleich große Hälften teilen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf 175°C (Umluft, bei Ober-Unterhitze 200°C verwenden) vorheizen.

Nun jeden Teigling rechteckig auf ca. 1cm Dicke ausrollen und mit jeweils einer Hälfte der Mohn-Backmischung bestreichen. Sehr eng aufrollen.



Die Rolle nun der Länge nach mit einem scharfen Messer auseinander schneiden und kordelmäßig miteinander umwickeln, sodass die Mohnfüllung allerdings immer nach außen zeigt. Die Enden umschlagen und den Mohn-Hefezopf vorsichtig auf das Backblech setzen.



Das Eigelb mit dem Wasser verquirlen und die Hefezöpfe damit vorsichtig bepinseln.

Im Ofen etwa eine halbe Stunde backen. Evtl. nach 20min mit Alufolie abdecken, da die Zöpfe sonst zu dunkel werden könnten. 

Wichtig hierbei: mein Ofen braucht immer etwas länger, als andere. Lieber etwas öfter nachsehen und evtl. etwas früher oder später aus dem Ofen nehmen. Auch beim Hefeteig gelingt die Stäbchenprobe - klebt noch Teig am Stäbchen, braucht der Zopf noch etwas.

Nach dem Backen den Puderzucker mit dem Wasser verrühren, bis eine zähe Masse entsteht. Mit der Puderzuckermasse die noch heißen Mohn-Hefezöpfe bestreichen und erkalten lassen.




Donnerstag, 10. August 2017

Nachgebacken: Toffifee Mini Brownie Bites



Jedes Arbeitsjahr ist es bei mir inzwischen eine kleine Tradition, zum Ende hin für mein Team noch eine Kleinigkeit zu backen und mich für die geleistete Spitzenarbeit zu bedanken. Auf der Suche nach Ideen bin ich auf Pinterest auf die Toffifee Mini Brownie Bites von "bake to the roots" gestoßen und fand sie einfach ideal: mit einem Haps im Mund, Schokolade ist immer gut für die Seele... 

Gesagt, getan. Ich habe am Rezept ein wenig herum gespielt, da ich keine Zartbitterschokolade im Haus hatte, aber sie wurden dennoch grandios! :-)


Für ca. 20 Brownie Bites.


Für den Teig:

60g Margarine oder Pflanzencreme
100g brauner Zucker
einige Tropfen Vanillearoma
1 Ei
60g Dinkelmehl
40g Kakao
1 Msp. Backpulver
1 Prise Salz
ca. 20 Toffifee


Zubereitung:

Die Margarine schmelzen (falls Pflanzencreme verwendet wird, kann dieser Schritt übersprungen werden). Dann den Zucker, das Vanillearoma und das Ei mit den Schneebesen des Rührgeräts unterziehen. 

Das Mehl, den Kakao und das Salz darüber stäuben und unterheben.

Ein Mini-Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden und mit Hilfe eines Teelöffels die Mulden ca. 3/4 mit Teig befüllen.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 10-15min backen.

Die Toffifee vorbereiten, ggf. schon etwas aus der Verpackung lösen. 

Die Brownie Bites aus dem Ofen nehmen (Stäbchenprobe! Klebt noch Teig dran, lieber noch 2-3min länger backen.) und sofort in jede Muffinmulde ein Toffifee setzen.

Erkalten lassen und genießen. :-) 

Sonntag, 2. Juli 2017

Kuchen unter der Haube - mit saftigen Äpfeln und Skyr



Ich hoffe, ihr habt die letzten Wochen so genossen wie ich? Klar, für ein bisschen "Mimimi, es ist so heiß!" war auch bei mir Platz, aber im Großen und Ganzen genoss ich das wunderbare Wetter, war ständig unterwegs, im wunderschönen Bregenzerwald, einmal quer durch Bayern - von Regensburg bis ins Fichtelgebirge war alles dabei. Ein richtig schöner Sommer eben! :-)

Und auch, wenn uns das Wetter heute einen kleinen Strich durch die Rechnung macht - so kann man wenigstens mal den ganzen Tag durchlüften und ein wenig durchatmen. Und dabei ein feines Stückchen Kuchen genießen, wie diesen Apfelkuchen, der ursprünglich Elsässer Art war, von mir aber einmal auseinander gezupft und mit anderen Zutaten zum "Kuchen unter der Haube" wurde. Einer Skyr-Haube, um genau zu sein. Meine größte Schwäche zur Zeit - ganz nach dem Motto "... und mein täglich Skyr gib mir heute!". :-) 

Lasst's euch schmecken! :-)


Für 1 kleine Springform (18cm Durchmesser).


Zutaten für den Teig:

40g Margarine (oder Pflanzencreme (zum Backen))
1 EL Zucker (oder ein paar Tropfen Süßstoff)
1 Prise Salz
100g Dinkelmehl
40ml Weißwein


Zutaten für den Belag und die Creme:

2 mittelgroße Äpfel
1 EL Zucker 

1 EL Dessertsoßenpulver Vanille (oder Puddingpulver)
2 EL Zucker (oder ein Schuss Süßstoff)
etwas Zitronenaroma
75g Skyr (oder Quark, ganz nach Belieben)
1 guter Schuss Wasser


Zubereitung:

Für den Teig die Margarine schmelzen und etwas abkühlen lassen. (Die Pflanzencreme ist schon flüssig genug.) Mit dem Zucker (oder Süßstoff), Salz, Dinkelmehl und Weißwein zu einem glatten Teig verkneten. Diesen im Kühlschrank ruhen lassen, bis er weiter verarbeitet wird.

Für den Belag die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden.

Nun den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen und eine kleine Springform ausfetten und mit Mehl ausstäuben.

Den Teig nun mit Hilfe eines Nudelholzes ausrollen und in die Springform geben, dabei einen kleinen Rand formen. 

Den rohen Teig nun mit Apfelscheiben belegen und diese mit dem Zucker bestreuen. Im Ofen etwa 15min backen.

In der Zwischenzeit den Skyr (oder Quark) mit dem Zucker (oder Süßstoff), Wasser, Zitronenaroma und dem Dessertsoßenpulver zu einer cremigen Masse verrühren.

Den Kuchen nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und mit der Creme übergießen und diese gleichmäßig auf den Äpfeln verteilen.

Für weitere 15-20min auf der 2. Schiene von unten backen.

Nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.